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BUND Landesverband Berlin

Wandbegrünung

11. August 2017 | Artenvielfalt, Garten, Klimawandel, Stadtnatur

Begrünte Wände kühlen im Sommer und bremsen im Winter kalten Wind

„Fetter grüne, du Laub, am Rebengeländer hier mein Fenster herauf“, forderte Goethe 1775 und hat damit bis heute nicht an Aktualität verloren: Wandbegrünung ist populär. Kein Wunder, schließlich sieht sie nicht nur hübsch aus, sondern übernimmt wichtige ökologische Funktionen. Der Fotosyntheseprozess der Blätter reguliert das Mikroklima. Im Sommer sorgt die Verdunstungskälte dafür, dass sich Häuser nicht allzu sehr aufheizen. Nachts wird dagegen Energie freigesetzt, so dass begrünte Wände weniger stark abkühlen, was den Fassaden ein längeres Leben beschert. Im Winter bremsen Pflanzen den Wind, daher haben Häuser mit begrünten Wänden einen niedrigeren Energieverbrauch. Zudem fungieren Blätter als Staubfilter, sie nehmen gasförmige Schadstoffe auf und geben sie erst wieder ab, wenn das Laub fällt.

Machen Pflanzen Wände feucht? Eher im Gegenteil: Sie nehmen vorhandene Feuchtigkeit auf und schützen Gemäuer vor Regen. Ein anderer häufiger Einwand trifft jedoch zu: Grünwuchs führt zu mehr Leben an den Wänden. Eine Insektenplage ist allerdings nicht zu befürchten, da die grünen Wände auch Insektenfresser anziehen. Wer die Wohnung partout nicht mit ein paar Spinnen teilen möchte, muss aber nicht auf das Öffnen der Fenster verzichten. Es reicht völlig, dünne Moskitonetze aufzuhängen, die am Fensterrahmen haften.

Für Wände über zehn Meter kommen Efeu, Knöterich und Wilder Wein in Betracht. Bei geringeren Höhen ist die Auswahl größer: Waldreben, Kletterhortensie, Geißblatt, Hopfen, Kletterrosen, Spalierobst und Brombeeren, um nur ein paar zu nennen. Dabei ist zwischen Selbstklimmern und Schlingpflanzen zu unterscheiden. Letztere benötigen eine Kletterhilfe. Diese sollte wetterfest sein, um nicht alle paar Jahr erneuert werden zu müssen. Die Wurzeln der Kletterpflanzen brauchen ausreichend Erde: mindestens 40 mal 60 Zentimeter Breite und 60 Zentimeter Tiefe.

Weitere Informationen finden Sie in der Broschüre „Grün auf Wand und Dach“, www.BUNDladen.de
 

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