BUND Landesverband Berlin

Kanudemo gegen Kohle

25. Mai 2020 | Klimaschutz

++ junge Klimaaktivist*innen fordern sofortigen Kohleausstieg ++ Symbolische Blockade von Reuter West

Aus Anlass der heutigen Expert*innenanhörung zum Kohleausstiegsgesetz im Bundestag haben rund 100 Klimaaktivist*innen für einen sofortigen Kohleausstieg protestiert. Mit Kanus fuhren sie zum Kohlekraftwerk Reuter West und blockierten dort symbolisch die Zufahrtswege für neue Kohlelieferungen. Am Kraftwerk trafen sie auf weitere Demonstrat*innen. Zu den Demonstrationen aufgerufen hatte ein Bündnis aus Grüner Jugend Berlin, Solid Berlin, BUND-Jugend Berlin und Anti-Kohle-Kidz.
 
Das Kohleausstiegsgesetz wird in seiner aktuellen Form Kohleverstromung in Deutschland bis 2038 festschreiben. Ohne das Gesetz würden viele der Kraftwerke schon früher vom Netz gehen, weil Kohlekraft längst unrentabel ist.
 
Dazu erklärt Fabian Gacon, Vorstandsmitglied von der BUNDJugend Berlin: "Das Kohleausstiegsgesetz ist Wahnsinn. Was erstmal gut klingt, ist in Wirklichkeit ein Kohleeinstiegsgesetz und zerstört unsere Chancen, die Klimaerwärmung auf unter 1,5 Grad zu begrenzen."
 
Maya Richter, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Berlin fügt hinzu: "Auch in Berlin muss es einen schnelleren Kohleausstieg geben. Statt jetzt ein neues Gaskraftwerk zu bauen, muss die Wärmeversorgung landes- und bundesweit bis spätestens 2030 erneuerbar werden."
 
Marlene Sasso, Pressesprecherin der Anti-Kohle-Kidz dazu: "Das Kohle- und Gaskonzerne mutwillig Profite auf Kosten anderer machen, muss ein Ende haben. Unser Wirtschaftssystem, das auf der Ausbeutung von Menschen gerade im globalen Süden und der Umwelt basiert, müssen wir überwinden."
 
Lisa Madsack von der Linksjugend Solid Berlin ergänzt: "Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie Strukturen schafft, um die 1,5 Grad Grenze nicht zu überschreiten, statt Konzernen ihr dreckiges Geschäftsmodell zu vergolden."

Fotos der Aktion: auf dem Flickr Account kanusgegenkohle

 

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