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BUND Landesverband Berlin

Zu Ökostrom wechseln

11. August 2017 | Atomkraft, Energiewende, Klimaschutz

Wie Sie vertrauenswürdige Stromanbieter finden

Rund zwei Drittel der Bundesbürgerinnen und -bürger können sich laut Umfragen vorstellen, zu einem Ökostromanbieter zu wechseln, aber nur 17 Prozent beziehen tatsächlich Strom aus regenerativen Quellen, wobei es in Berlin immerhin schon 28 Prozent sind. Aber was hindert die anderen, ebenfalls umzusteigen? Der Anbieterwechsel ist das kleinste Problem. Der neue Stromversorger kümmert sich kostenlos um die Kündigung beim bisherigen Anbieter. Die Wechselwilligen müssen lediglich ein Onlineformular ausfüllen und abschicken. Und so mancher Ökostromtarif ist preislich günstiger als die atomar-fossile Konkurrenz.

Aber welchen Ökostrom nehmen? Der Begriff ist nicht geschützt, daher bieten manche Unternehmen unter diesem Namen Strom an, der gerade einmal zur Hälfte aus Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse gewonnen wird. Andere stellen ihn in uralten Wasserkraftwerken her und investieren nicht in neue Anlagen – das bringt den Klimaschutz nicht voran. Wenig hilfreich ist zudem, wenn der Strom aus regenerativen Quellen dem Kerngeschäft aus Kohle, Gas, Öl und Atomkraft lediglich ein grünes Mäntelchen umhängt, wie es bei den Ökotarifen von Vattenfall, RWE, EnBW und Eon der Fall ist.

Diese Fragen selbst zu klären, erfordert ein bisschen Recherchearbeit. Wer sich diese sparen will, kann sich an Labels orientieren. Aber bitte am richtigen! Von dem halben Dutzend Ökostrom-Labels empfiehlt der BUND mit dem Grüner-Strom-Label (GSL) nur eines uneingeschränkt. Alle mit diesem Gütesiegel ausgezeichneten Tarife können Sie bedenkenlos wählen. Allerdings bildet das Label nicht die komplette Marktvielfalt der Ökostrombranche ab, denn zertifiziert wird nur, wer sich zertifizieren lässt. Aus unterschiedlichen Gründen verzichten einige Ökostromanbieter auf die Zertifizierung. Diese Anbieter, die schon seit Jahren in die Energiewende investieren, tauchen dafür auf der Eco-Top-Ten-Liste des Freiburger Öko-Instituts auf. Den dort aufgeführten Bewertungen können Sie guten Gewissens vertrauen.

Unter den empfehlenswerten Ökostromtarifen finden sich viele Angebote verschiedener Stadtwerke. Das neue Berliner Stadtwerk ist allerdings nicht darunter. Bislang hat es sich nicht um das GSL bemüht und würde es auch nicht bekommen, da es Unterkapazitäten mit eingekauftem Graustrom ausgleicht. Erst wenn das Stadtwerk tatsächlich Ökostrom handeln darf und sich mit dem GSL zertifizieren lässt, rät der BUND zum Bezug seines Stroms.

www.gruenerstromlabel.de

www.ecotopten.de/strom/oekostrom-tarife

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