BUND Landesverband Berlin
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Tausalz - das schleichende Gift für Baum und Strauch

08. Januar 2021 | Bäume, Flächenschutz, Stadtnatur, Wasser

Info 1  Berlin, / 8. Januar 2021: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) weist eindringlich darauf hin, auf Tausalze und Co. zu verzichten, denn scharfe Taumittel wie Streusalz können zu erheblichen Schäden an Bäumen und anderen Pflanzen führen.

Das Salz reichert sich im Boden an und stört den Wasser- und Nährstoffhaushalt. Im folgenden Frühjahr wird es von den Bäumen aufgenommen und zerstört die Blätter, eine anhaltende starke Salzbelastung kann zum Blattabwurf und den Tod des Baumes führen. Außerdem verätzt das Salz die Pfoten von Hunden, Katzen und anderen Tieren.

“Tausalz ist ein schleichendes Gift, das sich über Jahre im Boden anreichert. Lange Zeit war es der Baum-Killer Nummer 1 in Berlin. In den milden Wintern der letzten Jahre wurden zum Glück vergleichsweise wenig Taumittel eingesetzt. Das hat dazu beigetragen, dass die Salzbelastung im Boden zwar zurück-gegangen ist, gelöst ist das Problem aber noch lange nicht“, so Christian Hönig, Referent für Baumschutz.

“Salzschäden und Schäden durch Trockenheit sind sich sehr ähnlich und können Hand in Hand einen tödlichen Kreislauf bilden. Beide wirken auf die Blätter und stören damit die Entwicklung von Bäumen.“

Ein Frühjahrsdienst, bei dem die Bäume kurz vor dem Blattaustrieb gegossen und gedüngt werden, könnte bei beiden Problemen Abhilfe schaffen. Die Bäume würden dann dringend benötigtes Wasser und Nährstoffe erhalten und im Gegenzug würde sich auch die von den Bäumen aufgenommene Salzmenge erheblich reduzieren.

Der private Einsatz von Streusalz ist in Berlin auf den Gehwegen verboten, auch wenn Tausalze noch im Handel erhältlich sind. Bei aufkommender Glätte kann diese mit Kratzer und Besen beseitigt werden. Sand, Sägespäne, Holzwolle oder Kies wirken der Rutschgefahr entgegen. Auch können stumpfe Taumittel, die mit dem Umweltzeichen “Blauer Engel” gekennzeichnet sind, verwendet werden.

Für Rückfragen: BUND-Pressestelle                 
Carmen Schultze  fon: (030) 78 79 00-12  o. mobil: 0179-593 59 12

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