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Die Mischung macht‘s: Der Reichtum an „nassen“ Lebensräumen mit ihren vielfältigen Lebensgemeinschaften ist für alle Bewohner*innen in unserer Stadt essenziell. Um nur einige Beispiele zu nennen: Sie reinigen unsere natürlichen Trinkwasserquellen, sorgen für die Speicherung von Wasser und klimaschädlichen Gasen, verhindern die Ausbreitung krankmachender Keime, helfen bei der Kühlung, können Sturzfluten abmildern, bieten uns Nahrung oder tragen dazu bei, dass unsere grünen Lungen, die Wälder und Bäume, am Leben bleiben.3 Und sie tragen zu einem angenehmen Landschaftsbild mit viel Aufenthaltsqualität bei.
Kein einziger nach den WRRL-Anforderungen untersuchter Wasserlauf, kein einziger nach diesen Vorgaben geprüfter See in Berlin erreicht aktuell die rechtlich verbindlichen Umweltziele des Gewässerschutzes. Die überwiegende Mehrheit von ihnen befindet sich noch im unbefriedigenden oder schlechten Zustand. Auch bei den Grundwässern sieht es nicht viel anders aus. Zu den meisten Kleingewässern oder wasserabhängigen Schutzgebieten fehlt bis heute eine umfassende Bestandsaufnahme.
Auch die Verbindung zwischen den Biotopen wird zunehmend zerschnitten und sehr anpassungsfähige Tiere und Pflanzen aus fernen Gebieten verdrängen die hier naturtypischen Gemeinschaften. Klar ist: Viele Gewässer werden weiterhin verunreinigt, verlieren Wasser, werden zu stark genutzt und am Rand verbaut.


