Bau des Besucherzentrums am Schloss Charlottenburg stoppen

06. August 2026 | Bäume, Bauen, Flächenschutz, Kampagne Grüne Flächen retten, Stadtentwicklung, Stadtnatur

Vorhaben ist überflüssig, naturzerstörend – und reine Geldverschwendung

Foto: SenStadt (DL-DE->Zero-2.0)

Berlin, 7. August 2026: Die Diskussion über den Bau eines Besucherzentrums vor dem Schloss Charlottenburg ist neu entflammt. Der Umweltverband BUND Berlin fordert angesichts der Verzögerungen, gestiegener Kosten und der geplanten Fällung von 34 Bäumen den endgültigen Stopp des Bauprojekts.
 
Dazu erklärt Daniel Buchholz, Umweltexperte und Vorstandsmitglied des BUND Berlin:
„In Zeiten der fortschreitenden Klimakrise und klammer öffentlicher Kassen ist dieses überflüssige Bauvorhaben nicht mehr verantwortbar. Es stehen ausreichend Bestandsgebäude zur Verfügung wie die Kleine Orangerie und deutlich untergenutzte Räume am früheren Sitz der preußischen Könige. Das geplante Besucherzentrum am Schloss Charlottenburg ist überflüssig, naturzerstörend – und reine Geldverschwendung!
 
Die Fällung von 34 Bäumen, wie am 5. August in der Pressemitteilung des Charlottenburg-Wilmersdorfer Bezirksstadtrats Oliver Schruoffeneger (Grüne) prognostiziert, ist nicht akzeptabel.
 
Öffentliche Mittel sollten in die Nutzung bestehender Strukturen statt in neue Betonbauten fließen. Darauf weist der BUND Berlin mit seiner Kampagne Grüne Flächen retten – Hitzeschutz jetzt! immer wieder hin.
 
Und wen diese Argumente noch nicht überzeugt haben: Berlin sieht sich riesigen Haushaltslöchern gegenüber. Nach der Wahl wird der neue Senat an vielen Stellen schmerzhaft sparen müssen. Das kann auch die staatliche Schlösser-Stiftung nicht ignorieren. Das überflüssige Bauvorhaben sollte daher vollständig gestoppt werden.

Kontakt:

Daniel Buchholz, Vorstandsmitglied BUND Berlin, daniel.buchholz(at)bund.net

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