Berlin, 7. Mai 2026: Wie nun durch einen RBB-Bericht bekannt wurde, hat Bausenator Christian Gaebler (SPD) das Vorhaben eines neuen Stadtquartiers im Dreieck Späthsfelde massiv umplanen lassen. Kleingärten sollen nun in größerem Umfang erhalten werden, stattdessen sollen nun große Flächen der Späth’schen Baumschulen bebaut werden. Sehr eilig soll der Senat nun auch ohne weitere Diskussion den Rahmenplan für das neue Quartier beschließen lassen. Der BUND Berlin lehnt das Projekt weiterhin ab.
Dazu erklärt Dirk Schäuble, Referent für Naturschutz des BUND Berlin:
"Das Vorhaben einer neuen Wohnsiedlung in Späthsfelde wird nicht besser, wenn der Senat jetzt hektisch Flächentetris spielt, um das Projekt zu retten. Der BUND Berlin lehnt das neue Stadtquartier ab. Die Freiflächen sind zu wertvoll für eine nachhaltige Stadtentwicklung, um sie zu bebauen. In Berlin dürfen generell keine Freiflächen mehr bebaut werden, wie der BUND Berlin in seiner Kampagne „Grüne Flächen retten – Klimaschutz jetzt“ unterstreicht. Neuer Wohnraum muss auf bereits bebauten Flächen entstehen – davon gibt es mehr als genügend für den absehbaren Bedarf."
Mit seiner Kampagne „Grüne Flächen retten – Hitzeschutz jetzt!“ setzt sich der BUND Berlin für einen Stopp der weiteren Bebauung von Freiflächen in Berlin ein. Vorschläge für umweltgerechte Alternativstandorte auch für das Quartier Späthsfelde hat der BUND Berlin in einem unter diesem Link herunterladbaren Dossier zusammengetragen.
Die Bedeutung des Dreiecks Späthsfelde ist wegen des Nutzungsdrucks auf die umliegenden Flächen, wie Wald, Friedhöfe und Grünzüge enorm gestiegen. Nicht nur für den Wohnungsbau würden zusätzliche Flächen versiegelt, sondern auch für die dafür notwendige soziale und verkehrliche Infrastruktur.
Das angrenzende Waldgebiet Königsheide und die Kompensationsflächen im Gebiet können ihrer Biotopfunktion bereits jetzt kaum noch gerecht werden. Durch eine weitere Bebauung würde der Grundwasserpegel weiter sinken. Die Schäden des Kiefern-Eichenwaldes in der Königsheide sind bereits heute markant, der Heidekampgraben fällt teilweise trocken.
Weitere Informationen zur Position des BUND Berlin zum Dreieck Späthsfelde finden Sie hier und hier.
Auf unserer Internetseite Umweltzone Berlin finden Sie zahlreiche weitere Informationen zum Dreieck Späthsfelde in diesem und diesem Beitrag.
Kontakt:
Dirk Schäuble, Referent für Naturschutz BUND Berlin, schaeuble(at)bund-berlin.de, 030-78 79 00-39


