BUND Landesverband Berlin
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Berlin plastikfrei - Kein Weg für Einweg!

Plastik umgibt uns überall. Doch was gerade noch nützlich war, ist im nächsten Moment schon Müll und landet als Einwegprodukt in überfüllten Abfalleimern oder sogar der Natur. Wir haben was dagegen! Gemeinsam kämpfen wir für ein plastikfreies Berlin!

Berlin braucht eine Verbrauchssteuer auf Einweg-To-Go-Verpackungen!

Berlin - Plastikfrei

Jetzt Aufruf unterzeichnen!

Immer mehr Plastik belastet unsere Umwelt, unsere Gesundheit und verbraucht wichtige Ressourcen. Nur selten werden Kunststoffe recycelt. Oft landet das Erdölprodukt in der Natur oder heizt in der Müllverbrennung das Klima weiter an. Über ein Drittel aller hergestellten Kunststoffe entfällt auf Verpackungen, die oft nur einmalig genutzt und dann weggeschmissen werden.

Das muss aufhören!

Die Gefahren von Einwegverpackungen müssen für alle sichtbar werden. Daher fordern wir, dass Einweg-To-Go-Produkte mit einer Steuer belegt werden. Und dass langlebige Mehrwegalternativen gestärkt werden. Unterstützten Sie uns dabei! Gemeinsam kämpfen wir für ein plastikfreies Berlin!

 

FAQ

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Wie viel Müll entsteht durch Einwegverpackungen?

Mit knapp 19 Millionen Tonnen hatte die Abfallmenge der jährlich in Deutschland verbrauchten Verpackungen bereits vor der Pandemie ein neues Rekordgewicht erreicht. Unglaubliche 17,4 Milliarden Einweg-Plastikflaschen werden hierzulande jedes Jahr geleert und weggeworfen. Große Treiber für den Müllwahnsinn sind besonders To Go-Verpackungen und Einweggeschirr: Alleine in Berlin werden täglich geschätzte 460.000 Kaffee-Wegwerfbecher verbraucht. Deutschlandweit stieg das Müllaufkommen durch Take-Away-Teller und -Boxen bereits zwischen 1994 und 2017 um 173%.

Welche Belastungen bringen Einwegverpackungen mit sich?

Alleine die Entsorgung von Abfällen in den Berliner Parks kostet die Bezirke mehrere Millionen Euro jährlich. Dennoch bleibt viel Müll in der Natur liegen. Etwa 10 Millionen Tonnen Plastikmüll gelangen jedes Jahr unter anderem durch Flüsse in die Weltmeere. Da Kunststoffe sich kaum zersetzen, sammeln sie sich immer weiter in der Natur an. Und ebenso in den Mägen nichtsahnender Tiere, die die bunten Teile mit Nahrung verwechseln und mit vollem Bauch verhungern. Als Mikroplastik landet es in Muscheln, Fischen oder Honig auch auf unseren Tellern und gelangt damit in unseren Körper. So nehmen wir jede Woche die Kunststoffmenge einer Kreditkarte zu uns - mit noch weitestgehend ungeklärten gesundheitlichen Folgen.

Für welche Produkte soll die Steuer gelten und wie hoch wird sie sein?

Wir fordern eine Steuer auf alle Wegwerf-To-Go-Verpackungen sowie Einmalgeschirr und -besteck. Die Abgabe soll die ökologischen Gefahren und Belastungen durch Einwegprodukte deutlich widerspiegeln. Alternative Mehrweglösungen sollen so nicht nur besser für die Umwelt sein, sondern auch im Preisvergleich attraktiver werden. Damit sollen Plastikbesteck, Pizzakarton, Coffee to go-Becher, Pappteller und Einweg-Aluschalen bald der Geschichte angehören. Auf alle Einweg-Verpackungen und -geschirr fürs Essen unterwegs muss eine Abgabe von 50 Cent pro Stück bezahlt werden. Für Einmal-Besteck sollen 20 Cent anfallen.

Was passiert mit den Einnahmen aus der Verpackungssteuer?

Die Einnahmen durch die Steuer werden zur Förderung innovativer Mehrweglösungen genutzt, damit alle Berliner*innen ihr Lieblingsessen auch in einer abfallfreien Verpackung mitnehmen können. Besonders für Mehrweggeschirr gibt es inzwischen eine Auswahl an Pool-Systemen, die von mehreren Betrieben angeboten werden. Das hat den Vorteil, dass die Kund*innen das Geschirr an unterschiedlichen Orten zurückgeben können. Was bei Flaschen und Dosen schon lange üblich ist, funktioniert auch mit Essensboxen. Damit wir knusprige Pizza, exotisches Sushi oder scharfe Curry-Gerichte künftig ohne Abfall genießen können.

Ab 03.07.2021 kommt das EU-weite "Einwegplastik-Verbot". Warum brauchen wir trotzdem eine Berliner Verpackungssteuer?

Durch die sogenannte Einwegkunststoffverbotsverordnung der EU werden nur ganz wenige Produkte verboten: Einmalbesteck und -teller, Trinkhalme und Rührstäbchen dürfen dann nicht mehr aus Plastik hergestellt werden, Becher und To-Go-Essensboxen nicht mehr aus Styropor. Einweghersteller und der Handel werden deshalb nur auf andere Materialien wie Pappe oder Holz umsteigen. Es werden weiterhin viele Rohstoffe umweltschädlich abgebaut und aufwendig zu Wegwerfprodukten verarbeitet. So wachsen Berlins Abfallberge weiter! Das ist schlecht für die Umwelt. Viel Müll landet weiterhin in unseren Parks und auf der Straße. Die Folge: Eine dreckige Stadt und hohe Kosten fürs Saubermachen. Mit der Verpackungssteuer und der Förderung von Mehrweglösungen aus ihren Einnahmen packen wir das Problem an der Wurzel: Mit wiederverwendbaren langlebigen Verpackungen können wir so bald auch unterwegs unser Essen nachhaltig und abfallarm in einer schönen sauberen Stadt genießen!

Kontakt

Lysann Steinbacher

Projektmitarbeiterin
E-Mail schreiben Tel.: 030-78 79 00 - 29

Tobias Quast-Malur

Referent für Abfall- und Ressourcenpolitik
E-Mail schreiben Tel.: 030 78 79 00 55

Mitmachen

Unterstützer*in werden

Auch genug vom Einweg-To-Go-Wahnsinn? Zeigt eure Unterstützung mit eurem Logo auf unserer Webseite und verbreitet unseren Aufruf für eine Berliner Verpackungssteuer! Wir laden interessierte Initiativen, Organisationen und Unternehmen ein, sich sichtbar für eine Verpackungssteuer für Berlin einzusetzen. Meldet euch bei uns unter plastikfrei(at)bund-berlin.de und beschreibt, warum ihr die Kampagne "Berlin plastikfrei - Kein Weg für Einweg!" und ihre Forderung unterstützt. Schickt uns euer Logo im Format “.jpg” in möglichst hoher Auflösung. Logos von überzeugten Mitstreitenden für Mehrweg- und Zero Waste nehmen wir dann gern in unseren Unterstützer*innen-Bereich auf.

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