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BUND Landesverband Berlin

Berlins Stadtgrün wirksam schützen: „Charta für das Berliner Stadtgrün“ darf kein leeres Bekenntnis bleiben

21. April 2020 | Artenvielfalt, Bäume, Flächenschutz, Immer.Grün, Naturerleben, Stadtnatur, Stadtentwicklung

Info 7 / Berlin, 21. April 2020: Der Berliner Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) begrüßt die heutige Vorlage des Senats für die „Charta für das Berliner Stadtgrün“, diese geht nun an den Rat der Bürgermeister zur weiteren Beratung. Mit der Charta soll die lange vernachlässigte grüne Infrastruktur, die großen und kleinen grünen Freiflächen, die Wälder, Parks und Stadtbäume erhalten und ökologisch verbessert werden.

Damit die Absichtserklärungen der Charta nicht nur ein Papiertiger bleiben, fordert der BUND Berlin eine konsequente Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen zum Schutz und zur Weiterentwicklung der Grünen Infrastruktur der Stadt. Insbesondere müssten auf Basis der Charta die grünen Freiflächen in der Stadt wie Parks, Friedhöfe, Kleingärten oder Gewässerufer ebenso wie grüne Oasen inmitten eng bebauter Stadtteile konsequent und verbindlich gesichert werden.

Ebenso seien vom Berliner Abgeordnetenhaus mehr Finanzmittel für den Kauf von Flächen für den Schutz von Natur und die bessere Qualität der Pflege des Stadtgrüns zur Verfügung zu stellen. Die im Doppelhaushalt 2020/21 aufgestockten Mittel für Straßenbäume und Grünanlagen müssen von den Bezirken nun tatsächlich entsprechend ihres Zweckes ausgegeben werden – angefangen mit einer konsequenten Bewässerung für die Berliner Straßenbäume. Um diesen Forderungen mehr Nachdruck zu verleihen, hat der BUND Berlin eine virtuelle Unterschriftenaktion unter www.stadtbrauchtgruen.de gestartet und ruft die Berlinerinnen und Berliner auf, sich aktiv für einen verbindlichen Schutz des Berliner Stadtgrüns einzusetzen.

Christian Hönig, BUND-Fachreferent für Baum- und Flächenschutz: "Die aktuelle Beschränkungen durch die Corona-Krise zeigen, wie wichtig ausreichend große, wohnortnahe grünen Freiflächen für die Menschen in der Stadt sind. Sie sind entscheidend für Erholung und Bewegung, aber auch für den Schutz des Stadtklimas und der Natur. Weiterhin sind jedoch viele Flächen von einer Bebauung bedroht, zugleich werden bereits bestehende Pläne zur Sicherung des Grüns und zur höheren Qualität der Pflege mangels Geld und Personal nur schleppend umgesetzt. Da sich abzeichnet, dass auch dieses Frühjahr wieder zu trocken wird, muss zudem zügig ein Notfallprogramm für die Bewässerung von Straßenbäumen und Grünflächen aufgelegt werden.“

Den Rat der Bürgermeister, der jetzt über die Charta für das Berliner Stadtgrün beraten muss, forderte der BUND Berlin auf, die jeweils in den Bezirken notwendigen Finanzmittel und Personalstellen zu benennen, um die Ziele der Charta tatsächlich umsetzen zu können. Auf dieser Kalkulationsbasis sei dann das Berliner Abgeordnetenhaus gefordert, nicht nur die Charta und das mit ihr verbundene Handlungsprogramm, sondern auch die dafür notwendigen Haushaltsmittel zu verabschieden.

Christian Hönig: „Der politische Elchtest für die Charta Stadtgrün sind die Haushaltsberatungen des Abgeordnetenhauses. Nur wenn ausreichend Mittel bereitgestellt werden, kann das Berliner Stadtgrün wirksam für Erholung, Naturschutz und Stadtklima gesichert werden. Ansonsten droht der Charta Stadtgrün das gleiche Schicksal wie bisherigen Konzepten und Plänen: große Absichtserklärungen, deren Realisierung dann auf der Strecke bleibt“.

Mit der Unterschriftenaktion #stadtbrauchtgruen können sich die Berliner*innen für die Natur in der Stadt einsetzen. Der BUND sammelt aber nicht nur Unterschriften, sondern auch die vielen Gründe, warum den Menschen die Stadtnatur am Herzen liegt und veröffentlicht ausgewählte Beiträge.

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Für Rückfragen:
BUND-Pressestelle                fon: (030) 78 79 00-12
Carmen Schultze                mobil: 0179-593 59 12

Christian Hönig,                fon: (030) - 78 79 00-58
Fachreferent für Baum- und Flächenschutz   

 

  

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