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BUND Landesverband Berlin

Zero Waste City Berlin: Eine ferne Zukunftsvision?

14. November 2019 | Abfall, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Zero Waste

BUND fordert vom Senat höhere und dauerhafte Förderung zivilgesellschaftlicher Aktivitäten zur Abfallvermeidung

Info 27 / Berlin, 14. November 2019: Am 16. November beginnt die zehnte Europäische Woche der Abfallvermeidung (EWAV) Sie steht dieses Jahr unter dem Motto „Wertschätzen statt wegwerfen – miteinander und voneinander lernen“. Ganz in diesem Sinne arbeiten auch in Berlin insbesondere Kräfte der Zivilgesellschaft an der Reduzierung der Müllberge. So auch der BUND Berlin, der mit einem Zero Waste „Do It Yourself“-Workshop, einem Repair und einem Nähcafé zur EWAV gleich mehrere Mitmachangebote zum Erlernen ressourcensparender Verhaltensweisen im Alltag organisiert.
An Unterstützung der Berliner Politik für diese und viele andere Aktivitäten zur Abfallvermeidung mangelt es jedoch weiterhin: Im Sommer strich der Senat die Förderung der Zivilgesellschaft für „Zero Waste“- Maßnahmen über die Stiftung Naturschutz Berlin aus seiner Haushaltsplanung für 2020 und 2021. Das wäre das Aus für sinnvolle Projekte zur Abfallvermeidung in der Stadt.

Der BUND Berlin fordert stattdessen eine deutliche Erhöhung der Mittel für zivilgesellschaftlich getragene Zero Waste-Aktivitäten wie Repair Cafés, Tauschinitiativen oder Lebensmittelretter. Aktuell engagieren sich in über 290 lokalen Initiativen und kleinen Vereinen zahlreiche Menschen gegen wachsende Müllberge und Ressourcenverschwendung.
„Gerade Berlin bietet damit ein riesiges Potenzial die Vermeidung unnötiger Abfälle stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und konkrete Alternativen im Alltag aufzuzeigen und zu entwickeln. Im Senat scheint das jedoch noch nicht ausreichend angekommen zu sein“, stellt Tobias Quast, BUND-Referent für Abfall- und Ressourcenpolitik, fest. „Für eine ernsthafte Verfolgung der abfallpolitischen Ziele „Zero Waste“ und drastische Restmüllreduzierung der Koalition wäre eine Unterstützung der Zivilgesellschaft in Höhe von mindestens 1,5 Mio. Euro pro Jahr aus dem Landeshaushalt sinnvoll und notwendig. Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, gilt es außerdem, diese Förderung dauerhaft sicherzustellen und weiter auszubauen.“

Die dennoch zur EWAV angebotenen Projekte des BUND erfreuen sich größter Beliebtheit: Im Zero Waste „Do It Yourself“-Workshop am Samstag, dem 16.11., werden aus alten Stoffen Mehrweg-Abschminkpads genäht, aus Getränkekartons Blumentöpfe und Portemonnaies gebastelt oder Zitrusreiniger mit Orangenschalen hergestellt. Der Workshop beginnt um 13 Uhr beim BUND in der Crellestraße 35 in Schöneberg, ist aber bereits ausgebucht. An gleichen Ort lädt der BUND am Montag, dem 18.11., ab 18 Uhr zum gemeinsamen Schrauben und Löten ins Repair Café ein. Es sind noch einige, wenige Termine für gemeinsame Reparieren frei (Anmeldung über www.repaircafe-schoeneberg.de). Zum Nähcafé in der Markusgemeinde heißt der BUND alle willkommen, die aus ihren alten Kleidern und Stoffen zusammen schicke neue Outfits, Taschen oder Kissen nähen wollen. Das Nähcafé findet am Donnerstag, dem 21.11., ab 17 Uhr in der Steglitzer Albrechtstraße 81-82 statt.

Weitere Möglichkeiten zur Abfallvermeidung im Alltag bringt der BUND den Berliner*innen mit seinem Online-Tool unter www.remap-berlin.de näher. Die ReMap ist Teil des Projekts „Berliner Abfallcheck“, das von der Stiftung Naturschutz Berlin aus Mitteln der Trenntstadt Berlin gefördert wird. Der „Do It Yourself“-Workshop wird im Rahmen des Projekts „Berlins Weg zu Zero Waste“ angeboten, das ebenfalls von der Stiftung Naturschutz Berlin gefördert wird.

 

Für Rückfragen:

Tobias Quast, BUND-Referent für Abfall- und Ressourcenpolitik
fon: (030) 78 79 00 55

Carmen Schultze, BUND-Pressereferentin
fon: (030) 78 79 00-12

 

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