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BUND Landesverband Berlin

Verkehrsberuhigung

Egal ob zum Einkaufen oder zum Sightseeing – wo viele Menschen zu Fuß in der Stadt unterwegs sind, sollten sie Vorrang auf der Straße bekommen. Unsere europäischen Nachbarn haben gute Erfahrungen mit dieser Art Verkehrsberuhigung gemacht.

Der Begriff Begegnungszone stammt aus der Schweiz. Dort bezeichnet er eine Straße, auf der Fußgänger Vorrang gegenüber dem motorisierten Verkehr genießen. Der BUND plädiert dafür, eine solche Regelung auch in die deutsche Straßenverkehrsordnung aufzunehmen. Bislang gibt es nur den verkehrsberuhigten Bereich (die sogenannte Spielstraße), in dem Schrittgeschwindigkeit gilt, und den verkehrsberuhigten Geschäftsbereich. Solange es keine echten Begegnungszonen nach Schweizer Vorbild gibt, sollte Berlin mehr verkehrsberuhigte Geschäftsstraßen einrichten. 

Verkehrsberuhigte Geschäftsbereiche

Laut Straßenverkehrsordnung können verkehrsberuhigte Geschäftsbereiche in „zentralen städtischen Bereichen mit hohem Fußgängeraufkommen und überwiegender Aufenthaltsfunktion“ angeordnet werden. Geschwindigkeitsbegrenzungen dürfen hier auf 10 oder 20 km/h festgelegt werden. In Berlin gibt es mit der Schöneberger Maaßenstraße bislang nur einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich. Zwei weitere sind unter dem nicht ganz zutreffenden Begriff Begegnungszone in der Kreuzberger Bergmannstraße und am Checkpoint Charlie geplant. 

Der Vorteil von verkehrsberuhigten Geschäftsstraßen ist, dass diese anders als die verkehrsberuhigten Bereiche (Spielstraße mit Zeichen 325.1) auch ohne aufwendigen Straßenumbau möglich sind.

Vorbild Maaßenstraße

Im Herbst 2015 wurde die Maaßenstraße in Schöneberg in eine sogenannte „Berliner Begegnungszone“ umgewandelt. Der BUND begrüßt diesen im Zuge der Berliner Fußverkehrsstrategie durchgesetzten Umbau, weil

  • dabei die Gehwege breiter werden, da Parkplätze und Radwege wegfallen.
  • die schmalen Radwege auf dem Gehweg nun Geschichte sind.
  • die Straße nun viel besser zu queren ist.
  • jetzt Tempo 20 statt Tempo 50 gilt.
  • Fahrradbügel anstelle von Parkplätzen angelegt wurden.

Viel Potenzial für Verkehrsberuhigung

Der BUND fordert deshalb, verkehrsberuhigte Geschäftsbereiche an mehreren Stellen in Berlin einzurichten, wo einkaufs- und tourismusbedingt viele Menschen zu Fuß unterwegs sind:

  • Winterfeldtplatz (Fortsetzung Maaßenstraße)
  • Friedrichstraße zwischen Checkpoint Charlie und Unter den Linden 
  • Straßen rund um den Gendarmenmarkt
  • Schloßplatz (Unter den Linden/Liebknechtstraße am Stadtschloss)
  • Museumsinsel (Bodestraße/Am Lustgarten) 
  • Hackescher Markt 
  • Goltzstraße/Akazienstraße 
  • Wilmersdorfer Straße (nördlich und südlich der Fußgängerzone)  
  • Bahnhofsstraße (Lichtenrade)
  • Breite Straße (Spandau) 

Kontakt

Martin Schlegel

Referent für Verkehrspolitik
E-Mail schreiben Tel.: (030) 787900-17

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