Foto: BUND Berlin/Nicolas Šustr
Berlin muss stockende Tramplanungen auf Kurs bringen
Zu viele Projekte hängen viel zu lange ohne erkennbaren Fortschritt in der Dauerschleife. Hier müssen eine klare Verantwortlichkeit geschaffen und Prozesse etabliert werden, um in angemessenen Zeiträumen zu Lösungen zu kommen. Paradebeispiel ist die Neubaustrecke Tram Ostkreuz, für die das Planfeststellungsverfahren seit neun Jahren läuft.
Neubaustreckenplanungen weiterführen
Die weit gediehenen Planungen für die Verlängerung der Linie M4 vom S-, U- und Regionalbahnhof Alexanderplatz zum Kulturforum durch die Leipziger Straße müssen wieder aufgenommen werden. Auch die ebenfalls in der vergangenen Legislaturperiode „qualifiziert beendete“ Planung für die Neubaustrecke der Linie M17 von Johannisthal in die Gropiusstadt muss wieder aufgenommen werden.
Bus M41 zügig auf Straßenbahn umstellen
Der Korridor der Metrobuslinie 41 durch die Sonnenallee ist an der Spitze der Fahrgastnachfrage. Bereits seit langem ist die Linie vollkommen überlastet – mit hohen Betriebskosten und schlechter Betriebsqualität.
Senatsbeschluss für Tram nach Spandau fassen
Es muss endlich Schluss sein mit den jahrelangen Verzögerungen beim Ausbau der Straßenbahn nach Spandau. Die Tram ist die einzig realistische Option, um Qualität und Kapazität des ÖPNV in absehbarer Zeit auf ein verkehrswendetaugliches Niveau zu heben. Weder Magnetschwebebahn, Seilbahn oder U-Bahn können das leisten.
Neubaustrecken mit guter Vernetzung planen
Bei mehreren Neubaustrecken soll nach aktuellem Stand auf die Anbindung von Schnellbahnstationen verzichtet werden. Das mindert die Attraktivität des ÖPNV insgesamt und reduziert Wirtschaftlichkeit sowie Verlagerungspotenzial zum Umweltverbund. Zudem werden Potenziale für eine bis zu 75-prozentige Förderung der Baukosten durch den Bund verschenkt, sollte man sich erst später für eine Verlängerung bis zum Umsteigeknoten entscheiden.
Sanierung des Bestandsnetzes beschleunigen
Seit Jahren hinkt die Sanierung des Bestandsnetzes dem Bedarf hinterher. Rechnerisch müssten rund zwölf Kilometer Gleis pro Jahr erneuert werden. Dieser Wert wird nicht erreicht.
Beschleunigung forcieren
Berlins Straßenbahnen werden seit Jahren immer langsamer. Sie stehen zu oft und zu lange im Autostau oder an roten Ampeln. Die Lösungen sind erkannt und erprobt: Eigene Spuren und Vorrangschaltungen an Ampeln.
Leisen und erschütterungsarmen Betrieb voranbringen
Eigentlich ist das Neue Berliner Straßenbahngleis die Regelbauart für Erneuerungen von Bestandsstrecken und Neubauten. Es reduziert Erschütterungen und Körperschall deutlich. Doch immer öfter wird bei Gleiserneuerungen nur sogenanntes Rahmengleis verbaut. Es ist kürzer haltbar und weniger vom Untergrund abgekoppelt.
Ausführlich mit zahlreichen Beispielen auf


