Reparaturbildung an Schulen

Mit dem Projekt „Lernen durch Handeln: Reparaturbildung an Schulen“ will der BUND Berlin Reparaturtechniken als ressourcenschonendes Handeln im Schulunterricht verankern. Ziel ist es, Schüler*innen praktische Kompetenzen im Umgang mit der Reparatur von Alltagsgegenständen zu vermitteln und Lehrkräfte mit Unterrichtsmaterialien zu unterstützen.

In Zeiten wachsender Wegwerfmentalität geht praktisches Reparaturwissen zunehmend verloren. Viele Alltagsgegenstände - von Elektronikgeräten über Fahrräder bis zu Kleidung - werden eher ersetzt als repariert. Das führt zu einem höheren Ressourcenverbrauch, mehr Abfall und dem Verlust handwerklicher Kompetenzen. 

Das Reparieren von Gebrauchsgegenständen ist eine greifbare und wirkungsvolle Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, gerade angesichts großer Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit. Reparaturbildung bietet Jugendlichen so die Chance, praktische Fertigkeiten zu entwickeln, materielle Wertschätzung zu fördern und Orientierung für nachhaltige Lebensweisen zu gewinnen. Dabei wird Reparieren als eine Kulturtechnik herausgestellt, die eine nachhaltige Denkweise fördert und gleichzeitig handwerkliches Geschick vermittelt. 

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Lernen durch Handeln

Unsere Vision ist es, Reparaturbildung als festen Bestandteil des Unterrichts zu etablieren: praxisnah, interdisziplinär und zukunftsweisend. Im Rahmen des Projektes sollen Lehrkräfte dabei unterstütz werden, Reparaturkompetenz zu vermitteln und in den Unterricht zu integrieren. 

Dafür werden Unterrichtseinheiten mit praxisnahen Ansätzen entwickelt und anschauliche Reparatur-Kits zur Weiterbildung im Unterricht erarbeitet. Die Lehrangebote und modularen Unterrichtsmaterialien orientieren sich dabei an verschiedenen Fächern, Schulstufen und den Rahmenlehrplänen. Zusätzlich sind Schulungen für Lehrkräfte geplant, die technische Grundlagen, didaktische Hinweise und Vorschläge für schülernahe Projekte enthalten.

Unser Team

Projektteam

Gabi Jung, Tobias Quast-Malur, Lysann Steinbacher, Katrine Gregersen, Katharina Wolf


E-Mail schreiben Tel.: (030) 78 79 00-22

 

Förderung

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert (Beschluss des Deutschen Bundestages) und wird vom BUND Berlin von 1. Februar 2026 bis 31. Dezember 2027 umgesetzt.

Schüler*innen fürs Reparieren begeistern

Schüler*innen werden durch das Projekt auf ihrem Weg in die berufliche Praxis für ein ressourcenschonendes Verhalten sensibilisiert. Das Reparieren von Smartphones, Kopfhörern oder Kleidung – Gegenständen, die für junge Menschen wichtig sind – lehrt nicht nur den bewussten Umgang mit Ressourcen. Das Projekt vermittelt zusätzlich praktische Reparaturkompetenzen und fördert technisches Wissen, Kreativität sowie Problemlösefähigkeiten. Es verknüpft fächerübergreifend handwerkliche Übungen mit naturwissenschaftlichen, gestalterischen und gesellschaftlichen Inhalten und unterstützt so Berufsorientierung und Verbraucherbildung. 

Mit praxisnahen Materialien wie Reparatur‑Koffern für Klassen und einem Parcours zum Ausprobieren unterschiedlicher Reparaturtechniken werden anschauliche Lernmöglichkeiten zur Verfügung gestellt und nachhaltige Zugänge zur handwerklichen Praxis geschaffen.

Aktiv werden

Egal ob Lehrkraft, Schüler*in oder Teil einer Reparatur‑Initiative? Wir freuen uns, wenn Sie/du mitmachst! Ob Sie/du Unterrichtsmaterialien ausprobieren, an einer Fortbildung teilnehmen oder eine Reparatur‑AG starten willst – wir unterstützen gern. Kontakt unter: reparaturbildung(at)bund-berlin.de

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