BUND Landesverband Berlin

Blog: Südgelände Nummer zwei

20. Oktober 2020 | Artenvielfalt, Flächenschutz, Immer.Grün, Naturerleben, Stadtentwicklung, Stadtnatur

Testgelände für die Charta für das Berliner Stadtgrün?

Berlin gibt sich die Charta für das Berliner Stadtgrün, damit bekennt sich Berlin für den Erhalt innerstädtischer Grünflächen, leider fehlt die Festlegung auf konkrete Objekte. Das Relikt des ehemaligen Rangierbahnhofs Tempelhof wäre genau ein Fall von einmaliger Stadtnatur, die gesichert werden muss.

Das sich dieses Gelände so entwickeln konnte, ist ein Glücksfall und der speziellen Berliner Geschichte zu verdanken, die das Relikt des 30 Hektar-Rangierbahnhofs Tempelhof hinterlies. Das durch den Bau der Fernstrecke zum Südkreuz (2006) auch in den letzten 30 Jahren ungenutzt blieb. So entwickelte sich abgeschirmt durch Lärmschutz- und Fabrikwände in kompletter Ungestörtheit eine ganz spezielle Stadtwildnis.

Um diese wertvolle Fläche zu sichern, müsste der Senat mit der Eigentümerin Deutsche Bahn in Verhandlung treten. Das Gelände als Naturschutzgebiet auszuweisen, brauchte Jahrzehnte bei der jetzigen Personalausstattung, daher braucht es praxis- und zeitnahe Lösungen. So könnte die Fläche für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen eingesetzt werden, damit könnte eine mittelfristige Sicherung erreicht werden. Bei gutem Willen ist eine Erarbeitung und Umsetzung von Pflegekonzepten mit Zielhorizont 2021 durchaus machbar.

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