BUND Landesverband Berlin

BUND startet Kampagne „Berlin plastikfrei“

12. April 2021 | Abfall, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Wirtschaft

Jetzt unterschreiben für eine Steuer gegen Einweg-Verpackungen!

Info 12 / Berlin, 12. April 2021: Immer mehr Plastikmüll belastet unsere Stadt. Mit der Kampagne „Berlin plastikfrei – Kein Weg für Einweg!” fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Berlin) die Einführung einer Berliner Verpackungssteuer auf Einweg-To Go-Produkte ein. Außer-Haus-Verzehr und Versandhandel lassen gerade in Corona-Zeiten die Müllberge in der Hauptstadt weiter wachsen.

„Um diesen Trend zu stoppen, brauchen wir in Berlin dringend eine Verpackungssteuer auf alle Wegwerf-To Go-Produkte! Mit den Einnahmen müssen dann innovative Mehrweglösungen gefördert werden“, fordert Tobias Quast-Malur, Referent für Abfall- und Ressourcenpolitik beim BUND Berlin. Auf Einweg-Verpackungen und -geschirr soll eine Abgabe von 50 Cent pro Stück bezahlt werden. Für Einmal-Besteck fallen 20 Cent an.

Auf www.bund-berlin.de/mitmachen/berlin-plastikfrei können alle die Kampagne unterstützen und für eine Berliner Verpackungssteuer unterschreiben.

Mit seiner Kampagne „Berlin plastikfrei“ will der BUND die Berliner Politik an ihre selbstgesteckten Ziele, Berlin zur „Zero Waste-Haupstadt“ und bis 2050 klimaneutral machen zu wollen, erinnern und dafür deutlich entschlossenere Maßnahmen einfordern. Eine Verpackungssteuer für Berlin wäre dabei ein wichtiger Schritt.

In Tübingen wird bereits ab nächstem Jahr eine örtliche Steuer auf Einweg-To-Go-Verpackungen erhoben. Zusätzlich sollen Betriebe bei der Einführung von Mehrweglösungen unterstützt werden.

Mit knapp 19 Millionen Tonnen hatte der Abfallberg der jährlich in Deutschland verbrauchten Verpackungen bereits vor der Pandemie eine neue Rekordhöhe erreicht. Pizzakartons, Plastikbecher, Pappteller und Pakete tragen auch in der Hauptstadt zum hohen Müllaufkommen bei: Fast 400.000 Tonnen Verpackungsmüll landeten schon im Jahr 2019 in den Abfalleimern von Berliner Haushalten. Gerade Kunststoffe werden nur selten recycelt. Oft landet das Erdölprodukt in der Natur oder heizt in der Müllverbrennung das Klima weiter an.

„Corona führt uns das Berliner Müllproblem besonders stark vor Augen: Durch den Lockdown müssen Speisen und Getränke mitgenommen werden. Dabei fallen viele Einweg-Verpackungen an und führen überall zu überquellenden Abfalleimern und herumliegendem Müll”, unterstreicht Lysann Steinbacher, Projektmitarbeiterin Ressourcenschutz beim BUND Berlin.

Neben dem Schaden für Umwelt und Klima steigen mit den Abfallmengen auch die Kosten: Für die Entsorgung illegaler Müllablagerungen auf Berlins Straßen wurden im vergangenen Jahr 5 Millionen Euro fällig – Tendenz steigend. Mehrere weitere Millionen Euro Aufwand entstehen jedes Jahr durch die Vermüllung der Parks der Stadt.

Neben dem Unterzeichnen und der Sammlung von Unterschriften für eine Verpackungssteuer sind Interessierte im Rahmen der BUND-Kampagne außerdem regelmäßig eingeladen, sich über die Gefahren und den Umgang mit Einwegverpackungen auszutauschen. Die erste Gelegenheit bietet sich am 28.4.2021 zwischen 18.30-20.00 Uhr. In einer Gesprächsrunde wird es um die „Vermüllung unserer Welt” gehen. BUND-Meeresmüll-Expertin Dr. Dorothea Seeger wird über die Ausmaße und Auswirkungen von Plastikmüll Auskunft geben.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung in Kürze sowie mehr zur Kampagne finden sich auf der Webseite

www.bund-berlin.de/themen/klima-ressourcen/abfall/plastikfrei

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Für Rückfragen:

Tobias Quast-Malur, BUND-Referent für Abfall- und

Ressourcenpolitik

fon: (030) 78 79 00 55

Carmen Schultze, BUND-Pressereferentin

fon: (030) 78 79 00 12

 

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